UBoot geht zu den Piraten


Opt-Out-Day: 17.09.2009
31. August 2009, 05:08
Filed under: Piratenthemen | Schlagwörter: , , ,

Spam ist ein ewiges Ärgernis. Aber auch wenn Sie Ihren Hausbriefkasten öffnen, kommt eine Menge Werbemüll zusammen. Viele tote Bäume. Und gerade jetzt, zur Wahlkampfzeit, schreiben manche Parteien sogar persönliche Briefe. Woher die wohl Ihre Adresse haben?

Vielleicht aus dem Telefonbuch? Nicht jeder steht im Telefonbuch, und trotzdem landet unerwünschte Post im Kasten. Wer jemals seine Adresse irgendwo angegeben hat — bei Kundenumfragen, bei Rabattsystemen, bei Gewinnspielen –, muss damit rechnen, dass diese Adresse weiterverkauft wird. Adressen werden teuer gehandelt, da sie potenzielle Werbeempfänger und damit potenzielle Kundschaft versprechen.

Aber auch die örtlichen Meldebehörden sind berechtigt (und teilweise sogar verpflichtet), persönliche Daten der Gemeldeten weiterzugeben. An andere behördliche Stellen, an Adressbuchverlage, an Kirchen, Parteien und natürlich an die GEZ.

In anderen Worten: Wer denkt, dadurch, dass er nicht im Telefonbuch steht, dass er kein Rabattsystem nutzt, keine Gewinnspiele mitmacht und seine Adresse nicht öffentlich angibt, bliebe er von unerwünschten Kontaktaufnahmen verschont, ist auf dem Holzweg. Persönlichen Daten wie Adresse und Geburtsdatum können bequem bei den Meldebehörden in Erfahrung gebracht werden.

Ungutes Gefühl? Das haben die Piraten schon lange. Aber man kann sich wehren:

Am 17. September, das ist ein Donnerstag, organisieren die Piraten den bundesweiten Opt-Out-Day. An diesem Tag sind alle Bürger aufgerufen,
zu ihrer zuständigen Meldebehörde zu gehen und Widerspruch gegen die Datenweitergabe einzulegen. Nähere Informationen und Antworten auf viele Fragen finden Sie unter

www.optoutday.de

— machen Sie mit und sorgen Sie dafür, dass der Opt-Out-Day ein klares Zeichen gegen den staatlich geduldeten Datenhandel wird!

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